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Einführung in die Datenbanken

Entwicklung von Datenbanken

Jede Bibliothek ist im Prinzip ein Vorläufer der Datenbanken. In Ninive gab es um 650 v.Chr. bereits eine Tontafelbibliothek, die bis zu 10000 Tontafeln enthielt. Die bedeutendste Bibliothek des Altertums entstand ab dem 3. Jhd. v.Chr. in Alexandria. Sie enthielt 0,5-1 Million Schriftrollen, wurde aber im Jahre 389 zerstört.

Im Mittelalter besaßen vor allem die Klöster größere Bibliotheken, diese enthielten überwiegend Handschriften auf Pergament. Durch den Buchdruck mit beweglichen Lettern, erfunden um 1440 von Johannes Gutenberg, konnten in relativ kurzer Zeit Bücher in größeren Auflagen produziert werden. In vielen Städten entstanden nun öffentliche Bibliotheken.

Bücher in einer Bibliothek besitzen üblicherweise eine Signatur, die einmalig für dieses Werk vergeben wird. Um das Buch später wiederfinden zu können, besaßen bis vor wenigen Jahren alle Bibliotheken Zettelkataloge, in denen Karteikärtchen zu den Büchern nach Autor, Titel, Signatur und Schlagworten geordnet waren. Diese Kataloge waren aufwendig in der Wartung (für jedes neue Werk mussten mehrere Karten einsortiert werden), benötigten viel Platz und waren umständlich in der Nutzung.

Seit den 1960er Jahren werden die Katalogdaten elektronisch gespeichert. Damit entstehen die ersten Datenbanken. Sie bieten erweiterte Suchmöglichkeiten, bei erheblich geringerem Platzbedarf und schnellen Zugriffszeiten. Inzwischen haben elektronische Bibliothekssysteme die Zettelkataloge abgelöst.

Unabhängig von den Bibliotheken entwickelten sich Literatur- und Fakten-Datenbanken, in denen Informationen aus Veröffentlichungen (mit Quellenangaben) gespeichert werden. Vorläufer dazu gab es bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts in gedruckter Form, man bezeichnet diese als Referateorgane. Besonders in den Naturwissenschaften haben Fakten-Datenbanken eine sehr große Bedeutung.

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