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Chemische Datenbanken

Die Gmelin-Datenbank

In den Jahren 1817-1819 erschien in Frankfurt das "Handbuch der theoretischen Chemie" des Heidelberger Chemieprofessors Leopold Gmelin. Er begründete damit das traditionsreichste Handbuch in den Naturwissenschaften, das sich zum bedeutendsten Sammelwerk für die Anorganische Chemie entwickeln sollte. Die ersten Auflagen umfassten noch organische Verbindungen. Ab der 5. Auflage erscheint es als "Handbuch der Anorganischen Chemie". In der 8. (und bisher letzten) Auflage sind 728 Bände mit insgesamt etwa 230.000 Seiten erschienen.

Die Gmelin-Datenbank wurde ab Mitte der 1980er Jahre vom Gmelin-Institut aufgebaut. Seit 1991 wird die Datenbank über STN International betrieben und seit der Auflösung des Gmelin-Instituts 1999 von der MDL Information Systems GmbH weitergeführt. Es werden etwa 110 Zeitschriften ausgewertet (ab 1975), außerdem sind die Inhalte der Handbücher (1817-1997) einbezogen; es sind etwa 235.000 Abstracts verfügbar.In der Datenbank sind 1,9 Mio. Strukturen und 1,5 Mio. Reaktionen nachgewiesen; sie enthält Strukturen, Eigenschaften, Angaben zur Synthese und zu charakteristischen Reaktionen, physikalische Eigenschaften, physikalisch-chemische, spektroskopische und kristallographische Daten und Angaben zu Mehrkomponentensystemen. Es sind Struktur-, Substruktur-, Text- und numerische Suchen möglich, außerdem gibt es ein spezielles Ligandensuchsystem.Die Datenbank ist über STN International (online) und über CrossFire (als Inhouse- oder Verbund-Datenbank) verfügbar.Unter Crossfire kann auch gleichzeitig in Beilstein und Gmelin recherchiert werden.

Stand: 11.2003

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