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Chemische Datenbanken

Die Beilstein-Datenbank

In den Jahren 1880-1882 erschien die erste Auflage des Handbuchs zur organischen Chemie von Friedrich K. Beilstein, bestehend aus drei Bänden mit insgesamt 2200 Seiten. Darin werden etwa 15.000 Verbindungen beschrieben.Das Handbuch wurde mehrfach erweitert, die letzten gedruckten Bände erschienen 1995. Das Gesamtwerk umfasst heute sechs Serien (Hauptwerk mit fünf Ergänzungswerken), bestehend aus 494 Einzelbänden mit 410.000 Seiten. Dabei gibt es mehrere Register-Bände. 1907 wurde für das Handbuch das Beilstein-System als Ordnungssystem entwickelt. Es basiert auf der Konstitutionsformel und weist jeder Verbindungen einen festen Platz im Handbuch zu.

Die Suche in einem derart umfangreichen Handbuch ist sehr zeitaufwendig. Seit den 1980er Jahren wird daher an der Digitalisierung und damit dem Aufbau der Beilstein-Datenbank gearbeitet. Dieses Projekt wurde bis 1993 vom BMBF finanziert. Seit 1988 ist über STN International die Datenbank zugänglich. Darin ist die relevante Literatur von 1779 bis heute erfasst: Thema der Beilstein-Datenbank ist die Organische Chemie.

In der Beilstein-Datenbank werden ca. 110 Zeitschriften ausgewertet. Verfügbar sind Strukturen, Reaktionen, Synthesevorschriften und physikalisch-chemische Daten in über 400 verschiedenen Datenfeldern. Es sind Struktur- und Substruktur-Suchen, numerische, bibliographische und Schlagwort-Suchen möglich. Die Datenbank ist über STN International (online) und über CrossFire (als Inhouse- oder Verbund-Datenbank) verfügbar. Derzeit (Stand: 11.2003) sind 8,8 Mio. Strukturen und 8,2 Mio. Reaktionen enthalten.

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