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Quantitative Bestimmung von Vitamin C

Chromatographie

Eine spezifische Bestimmung der Ascorbinsäure und ihrer Folgeprodukte (bis hin zum simultanen Nachweis der einzelnen Komponenten) lässt sich nur unter Anwendung eines Trennverfahrens realisieren. Insofern wurden mit der Entwicklung der Chromatographie auch die Möglichkeiten der Vitamin C-Analytik entscheidend erweitert.

Abb.1

Probenvorbereitung

Fruchtsäfte, Obst, Gemüse und pharmazeutische Produkte:

  • Verdünnung mit dem Extraktionsmittel, um im Bereich der Kalibrierkurve zu bleiben

Proteinhaltige Proben (wie Milch, Urin, Blut...)

  • Fällung der Proteine mit starken Säuren, konz. Salzlösungen oder mit organischen Substanzen
  • Filtration und, wenn nötig, Verdünnung (unter Beachtung der Nachweisgrenzen)
Hinweis
Extraktionsmittel wie Metaphosphorsäure und Oxalsäure, die der Stabilisierung der Ascorbinsäure dienen, dürfen wegen ihrer hohen Ionenstärke und Acidität bei chromatographischen Messungen stets nur in geringen Konzentrationen eingesetzt werden!

Methodenauswahl

Vitamin C-Analysen lassen sich mit verschiedenen chromatographischen Verfahren durchführen:

  • Dünnschichtchromatographie (DC)
  • Papierchromatographie
  • Gaschromatographie (GC)
  • Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie (HPLC)

Für die Auswahl sind vor allem Faktoren wie Laborausstattung, Matrixbeschaffenheit, geforderte Genauigkeit, Probenmenge und -häufigkeit entscheidend.

Während die Papier- und Dünnschichtchromatographie schnelle und preiswerte Methoden sind, ist die HPLC äußerst leistungsfähig, was auch ihre weite Verbreitung begründet. Bei Kopplung der HPLC mit speziellen Derivatisierungen vor oder nach der Trennung und modernen Detektionssystemen lässt sich deren Trennleistung noch erhöhen. Die Gaschromatographie wird wegen der notwendigen Derivatisierung heute bei Vitamin C-Analysen weniger eingesetzt.

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