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Quantitative Bestimmung von Vitamin C

Probenbehandlung

Die spontane Oxidation der Ascorbinsäure führt zu Folgeprodukten mit veränderter Wirksamkeit. Analytisches Ziel ist jedoch häufig die Bestimmung des Originalgehaltes aller Ascorbinsäure-Komponenten in der Probe, weil dieser besonders für medizinische Rückschlüsse entscheidend sein kann.

Daher ist die Sicherung der Stabilität des Analyten Voraussetzung für verwertbare Ergebnisse.

Bei Ascorbinsäure-Analysen werden in Abhängigkeit von der Probebeschaffenheit folgende Möglichkeiten der Probenstabilisierung genutzt:

Behandlung mit geeigneten Extraktionsmitteln

Angewendet werden vor allem Säuren, die nicht nur eventuell vorhandenes Protein ausfällen, sondern gleichzeitig die Oxidation der Ascorbinsäure verhindern und der Hydrolyse des Lactonringes vorbeugen. Dabei muss bei der Auswahl des Extraktionsmittels beachtet werden, dass dieses selbst keine Interferenzen bei der angewendeten Analysemethode verursacht.

Extraktionsmittel:

  • Oxalsäure
  • Metaphosphorsäure
  • Trichloressigsäure
  • Perchlorsäure
  • Methanol
  • Ethanol

Zusatz von Chelatbildnern

Vielen Extraktionslösungen werden Chelatbildner zur Bindung zweiwertiger Metallkationen (wie Kupfer- oder Eisenionen) zugesetzt, um deren katalytische Wirkung bei der Ascorbinsäureoxidation und der weiterfolgenden Hydrolyse zu unterbinden. Bei der Auswahl müssen mögliche Interferenzen beachtet werden.

Chelatbildner:

  • Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA)
  • Diethylentriaminpentaessigsäure
  • Desferrioxamin

Anpassung der Lagerbedingungen

Wird eine lange Lagerung z. B. biologischer Proben notwendig, ist eine Alterung (bis zur Zersetzung) der Proben trotz Stabilisierung mit den oben genannten Säuren nur zu vermeiden, wenn inerte Lagerbedingungen vorliegen.

Lagerbedingungen :

  • Spülung mit Inertgas (Stickstoff, Argon)
  • niedrige Temperatur ( - 70 °C )
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