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2D-NMR-Spektroskopie

Vertiefendes zum COSY-Experiment

Es gibt mehrere Variationen des einfachsten, schon beschriebenen H,H-COSY-Experimentes, bei dem zwei 90°-Impulse nur durch die Evolutionszeit t1 getrennt sind. Drei gängige Verfahren werden im Folgenden kurz erklärt.

COSY-45-Experiment

Abb.1

Das COSY-45-Experiment wird zur Unterdrückung von Diagonalsignalen eingesetzt. Die Nutzung dieser Impulsfolge ist insbesondere dann erforderlich, wenn die Differenz der chemischen Verschiebungen von koppelnden Kernen nur sehr gering ist und es zu Überlagerungen der Kreuz- mit den Diagonalsignalen kommen würde. Zusätzlich können die relativen Vorzeichen der Kopplungskonstanten mit diesem Experiment bestimmt werden.

COSY-LR (Long Range COSY)

Abb.2

Im einfachen H,H-COSY-Spektrum sind in erster Linie nur die vicinalen, teilweise auch noch die geminalen H-H-Kopplungen zu sehen. Um Kopplungen über vier und mehr Bindungen sichtbar zu machen, wird das COSY-Long Range-Experiment verwendet. Dabei wird in der Impulsfolge vor und nach dem zweiten 90°-Impuls noch eine Zeit Δ geschaltet.

COSY-DQF (COSY mit Doppelquantenfilter)

Abb.3

Das COSY-Experiment mit Doppelquantenfilter wird eingesetzt, um störende Singulett-Signale von Lösungsmitteln auszuschalten. Das geschieht durch die Einführung eines dritten 90°-Impulses und einer Zeit Δ zwischen dem zweiten und dritten Impuls.

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