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Auswertung von C-NMR-Spektren

Vorgehensweise bei der Auswertung von 13C-NMR-Spektren

Im folgenden wird die Strategie erklärt, um Kohlenstoff-NMR-Spektren auswerten zu können.

Normalerweise werden Sie im Besitz eines 1H-Breitband-entkoppelten 13C-Spektrums und eines DEPT 135- (bzw. APT-) Spektrums sein; Off-Resonance- und Gated-Decoupling-Spektren werden nur bei Bedarf aufgenommen.

Meist steht zusätzlich zu den 13C-NMR-Spektren auch das 1H-NMR-Spektrum zur Verfügung; daher wird es nicht notwendig sein, die Struktur ausschließlich mit Hilfe des 13C-NMR-Spektrums zu bestimmen. Bei komplizierten Strukturproblemen empfiehlt sich die Aufnahme eines 2D-NMR-Spektrums (siehe "2D-NMR-Spektren").

Auswerteschritte:

  1. Bestimmung der chemischen Verschiebungen der einzelnen SignaleDazu nutzt man am besten das 1H-Breitband-entkoppelte 13C-Spektrum (keine Kopplungen, alle Signale vorhanden, Zusatzinformation aus Signalintensitäten)erste Zuordnungsversuche 13C-chemische Verschiebung - Strukturelemente
  2. Auswertung des DEPT- oder APT-SpektrumsUnterscheidung CH3-, CH2-, CH-Gruppen und quartäre C-Atome
  3. Auswertung des Off-Resonance-Spektrums (optional)Unterscheidung CH3-, CH2-, CH-Gruppen und quartäre C-Atome
  4. Auswertung der Kopplungskonstanten aus dem Gated-Decoupling-Spektrum (optional)Bestimmung von Strukturgruppen
  5. Verknüpfung der EinzelinformationenAufklärung der Molekülstruktur, Zuhilfenahme zusätzlicher analytischer Informationen (z. B. 1H-NMR-, 2D-NMR- oder Massenspektrum)
  6. Nutzung von Inkrementsystemen als Hilfsmittel für die Zuordnung von Signalen

Beispiel Acetylsalicylsäure

Abb.1
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