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Auswertung von C-NMR-Spektren

Theoretische Aspekte

  • Die 13C-NMR-Spektroskopie ist in Kombination mit der 1H-NMR-Spektroskopie die wichtigste Methode für die Strukturaufklärung organischer Moleküle.
  • Aufgrund der geringen natürlichen Häufigkeit von 1,1% und eines kleinen magnetischen Moments ist der 13C-Kern ein für die NMR-Spektroskopie relativ unempfindlicher Kern.
  • Durch moderne NMR-Aufnahmetechniken kann dieser Nachteil ausgeglichen werden, so dass heutzutage selbst von großen, komplizierten Molekülen 13C-NMR-Spektren in vertretbaren Messzeiten aufgenommen werden können.
  • Ein Vorteil der geringen natürlichen Häufigkeit des 13C-Kerns sind die vernachlässigbaren homonuklearen 13C-13C-Kopplungen, was zu einer Vereinfachung der Spektren führt.
  • Jedoch können 13C-NMR-Spektren durch die 13C-1H-Kopplungen sehr unübersichtlich werden. Es gibt daher verschiedene Entkopplungstechniken, um einerseits die Spektren zu vereinfachen, andererseits die Informationen aus den Kopplungen zu erhalten. Dabei werden aber die Intensitäten der Signale beeinflusst (Kern-Overhauser-Effekt), so dass diese nicht wie bei der 1H-NMR-Spektroskopie routinemäßig ausgewertet werden können.

Im folgenden Bild sind 13C-NMR-Spektren von Acetylsalicylsäure zu sehen, die mit unterschiedlichen Techniken aufgenommen worden sind. Nähere Erläuterungen zu den Spektren finden Sie in den folgenden Kapiteln.

Abb.1
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