zum Directory-modus

Massenspektrometer - Die Ionenquelle - Spray-Ionisation

Thermospray-Ionisation

Bei der Thermospray-Ionisation (TSI) wird die gelöste Probe über eine Kapillare, deren Ende auf etwa 200 °C beheizbar ist, in eine geheizte Sprühkammer eingebracht. Beim Austreten aus der Kapillare bildet sich ein nebelartiger Spray aus feinsten Tröpfchen. Auf Grund der hohen Temperatur in der Sprühkammer verdampft das Lösungsmittel. Man erhält Probenpartikel, die oft (je nach Eigenschaften des Analyten) schon eine Ladung tragen.

Abb.1
Aufbau der Ionenquelle für die Thermospray-Ionisation

Die gebildeten Ionen gelangen durch ein kleines Leck (Skimmer) in den Massenanalysator. Dafür werden sie durch ein elektrisches Feld zwischen der Repellerelektrode und dem Skimmer abgelenkt. Je nach Polarität können so die positiven oder negativen Ionen in den Massenanalysator transferiert werden.

Tab.1
Thermospray-Ionisation
VorteileNachteile
▪ einige Fragment-Ionen beobachtbar ▪ Kopplung mit einem Flüssigchromatographen möglich ▪ polare Analyten gut erfassbar ▪ thermische Belastung der Probe ▪ Probe muss löslich sein ▪ nur wenige Lösungsmittel geeignet

Für mit der Thermospray-Ionisation schwer ionisierbare Analyten kann die Ionenbildung auf drei verschiedene Arten gefördert werden:

Abb.2
Einbau eines Filamentes, das Elektronen aussendet (ähnlich der Elektronenstoß-Ionisation), welche zur Ionisation des Lösungsmittels führen, dann Ladungsübertragung
Abb.3
Im elektrischem Feld einer Entladungselektrode (500 V bis 1.000 V Gleichspannung) wird das Lösungsmittel ionisiert. Daran anschließend überträgt es seine Ladung auf den Analyten.
Abb.4
Zugabe von flüchtigen Salzen (z.B. Ammoniumacetat), deren Bestandteile an Analytmoleküle angelagert werden können, anschließend Desolvatisierung
Seite 6 von 6>