zum Directory-modus

Massenspektrometer - Die Ionenquelle - Elektronenstoß-Ionisation

Elektronenstoß-Ionisation

Abb.1
Schematische Darstellung der Elektronenstoß-Ionisation

Die Elektronenstoß-Ionisation (EI) ist die klassische Ionisationsmethode in der Massenspektrometrie. Dem Analyt wird durch einen Elektronenstrahl Energie zugeführt. Diese Energie verursacht eine Ionisation und Fragmentierung des Moleküls. Aus den erhaltenen Massenspektren kann man im Idealfall das Molekulargewicht (aus dem Molekülion) und die Struktur (aus den Fragment-Ionen) des Moleküls ermitteln.

Die Elektronenstoß-Ionisation hat aufgrund ihrer Vorteile noch immer eine große Bedeutung. Probleme ergeben sich aber, wenn thermisch empfindliche Proben untersucht werden sollen, denn Elektronenstoß-Ionenquellen sind Gasphasenquellen. Die Probe muss also vor der Ionisation unzersetzt im gasförmigen Zustand vorliegen. Daraus ergibt sich für die Anwendung die Einschränkung auf im Hochvakuum flüchtige Proben. Diese Einschränkung kann durch die Anwendung der Direkten Elektronenstoß-Ionisation (Desorption Electron Ionisation, DEI) gemindert werden.

Tab.1
Vor- und Nachteile der Elektronenstoß-Ionisation
VorteileNachteile
▪ einfache Anwendung ▪ hohe Ionenströme und damit hohe Empfindlichkeit ▪ hohe Reproduzierbarkeit ▪ Fragmentierung ermöglicht Identifizierung des Analyten ▪ ausführliche Interpretationsanleitungen in der Literatur und umfangreiche Spektrensammlungen vorhanden ▪ kein Molekülion, wenn Fragmentierung überwiegt; damit keine Information über das Molekulargewicht des Analyten ▪ Beschränkung auf flühtige Analyten ▪ Gefahr der thermischen Zersetzung
<Seite 1 von 15