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Massenspektrometer - Die Ionenquelle - Chemische Ionisation

Sonderfälle von CI-Spektren

Die CI-Spektren können in einigen Fällen ein abweichendes Aussehen zeigen, die Auswertung der Spektren wird dadurch erschwert.

1. Intensive Fragment-Ionen

Besitzt das Analytmolekül eine leicht abspaltbare Neutralgruppe wie z. B. H2O oder H2S, kann auch ein durch Abspaltung dieser Gruppe entstehendes und protoniertes Fragment-Ion das Basissignal des CI-Spektrums bilden.

Abb.1
Massenspektrum von Octadecanol

2. Bevorzugte Hydridabstraktion

Einen Sonderfall stellen Substanzen mit einer sehr geringen Protonenaffinität, z.B. gesättigte Kohlenwasserstoffe, dar. Wenn die Protonenaffinität des Reaktandgases größer ist als die des Analyten, kommt es zur Hydridabstraktion aus dem Analyten und man erhält ein Quasi-Molekülion, dessen Masse ist um 1 geringer ist als das Molekulargewicht des Analyten ([M - H]+) .

Abb.2
Massenspektrum von Octacosan

3. Abweichende Isotopenmuster

Probleme können sich bei der Auswertung der CI-Spektren ergeben, wenn das gemessene Isotopenmuster nicht mit dem theoretisch berechneten Muster übereinstimmt. Dieser Fall kann beispielsweise auftreten, wenn sich das Molekülion und das protonierte Molekülion im Spektrum überlagern.

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