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Massenspektrometer - Die Ionenquelle

Elektrospray-Ionisation

Abb.1

Die aktuellste und am weitesten verbreitete Entwicklung der Spray-Verfahren zur Ionisation ist die Elektro-Spray-Ionisation (ESI). Die Probe gelangt meist über eine Kapillare (häufig das Ende einer Trennsäule aus einem Flüssigkeitschromatographen) in die Ionisationsregion. Zur Unterstützung der Ionenbildung in den Spray-Partikeln wird an das Kapillarende ein starkes elektrisches Feld angelegt.

Bei der Ionisation werden mehrfach geladene Ionen (Ladung bis 100fach!) gebildet. Dadurch wird das Molekülion von Ionen mit großen Molekulargewichten in einen Massenbereich verschoben, der ohne Probleme mit den gängigen Massenanalysatoren erfasst werden kann (es wird immer das Masse/Ladungsverhältnis gemessen!). Als Massenanalysator wird häufig ein Quadrupol verwendet, für einfache Anwendungen ist die Ionenfalle ausreichend.

Die gebildeten Ionen besitzen kaum Anregungsenergie, man beobachtet also nahezu keine Fragmentierung. Wenn auch eine Strukturaufklärung der Probe gefordert ist, müssen Tandem-Geräte (bevorzugt Tripelquadrupol-Analysatoren) eingesetzt werden.

Tab.1
Elektrospray-Ionisation
VorteileNachteile
▪ hohe Empfindlichkeit ▪ Moleküle mit hohen Molekulargewichten gut erfassbar ▪ viele Analyten gut ionisierbar ▪ für polare Analyten gut geeignet, da keine thermische Belastung ▪ Kopplung mit der HPLC möglich ▪ Probe muss löslich sein ▪ Strukturaufklärung nur nach MS/MS-Messungen möglich ▪ kostenintensiv auf Grund des hohen Gasverbrauches
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