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Massenspektrometer - Das Einlass-System

Gaschromatographie

Der Anschluss eines Gaschromatographen als Einlass-System für ein Massenspektrometer bereitet keine wesentlichen Probleme, wenn Kapillarsäulen benutzt werden. Aufgrund des relativ geringen Trägergasstromes (einige mLmin-1 ) ist es möglich, die eluierten Verbindungen in der Gasphase direkt in die Ionenquelle zu überführen. Die Säule wird dafür über eine geheizte Transferleitung in die Ionenquelle des Massenspektrometers gebracht. Das überschüssige Trägergas wird aufgrund seiner geringeren Trägheit im Vergleich zu den Analytmolekülen (geringere Molekularmasse!) relativ schnell abgepumpt.

Abb.1
Der Gaschromatograph als Einlass-System für die MS

Bei Verwendung gepackter Säulen darf die aufgrund des notwendigen größeren Gasdruckes erhöhte Gasmenge nicht direkt in die Ionenquelle gelangen. Deshalb muss ein Separator zwischen Trennsäule und Massenspektrometer geschaltet werden. Dafür gibt es verschiedene technische Möglichkeiten. Der Gaschromatograph hat im Vergleich zu anderen Einlass-Systemen folgende Vor- bzw. Nachteile:

Tab.1
Gaschromatograph als Einlassystem
VorteileNachteile
▪ sehr geringer Substanzverbrauch ▪ schnelle Analyse komplexer Gemische ▪ Beschränkung auf flüchtige Stoffe (schwerer flüchtige kann man z.T. durch Derivatisierung der Gaschromatographie zugänglich machen) ▪ Fragmentierung kann sich aufgrund der höheren thermischen Energie der Substanzen verstärken (Vorsicht bei Verwendung von Bibliotheksspektren!)
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