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Spezielle Techniken in der Raman-Spektroskopie

Hyper-Raman-Effekt

Für die Realisierung des Hyper-Raman-Effektes sind leistungsstarke Laser notwendig. Der Hyper-Raman-Effekt ist ein Drei-Photonen-Prozess. Zwei Photonen sind nötig um den virtuellen Zustand zu erreichen. Ein Photon wird wieder abgegeben. Im Spektrum beobachtet man neben der Hyper-Rayleigh-Linie ( 2 ν 0 ) auch Linien bei 2 ν 0 ± ν i (Stokes und Antistokes).

Ein Hyper-Raman-Spektrum ähnelt dementsprechend einem Spektrum des linearen Raman-Effektes, ist aber um das doppelte frequenzverschoben. Hyper-Raman-Spektren sind nur schwer zu erhalten, da die Hyper-Raman-Linien nur geringe Intensität aufweisen. Deshalb ist es nötig mit Lasern hoher Leistung zu arbeiten. Die Besonderheit der Hyper-Raman-Spektroskopie sind die unterschiedlichen Auswahlregeln gegenüber dem klassischen Raman-Effekt. Totalsymmetrische Schwingungen sind verboten, während niedrigsymmetrische Schwingungen starke Signale liefern.

Abb.1
Energiezustände der Hyper-Raman-Spektroskopie

Des Weiteren sind hier alle infrarotaktiven Schwingungen erlaubt. Und sogar einige Schwingungen, die sowohl in der Raman-Spektroskopie als auch in der IR-Spektroskopie verboten sind, können mit der Hyper-Raman-Spektroskopie beobachtet werden.

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