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Grundlinienverfahren

Für quantitative Analysen in der IR-Spektroskopie gilt das Lambert-Beer'sche Gesetz:

A 10 = lg ( 1 τ ) = ε c l A 10 = dekadische Absorbanz τ = Transmissionsgrad ε = molarer (dekadischer) Absorptionskoeffizient c = Konzentration l = Schichtdicke

A 10 = lg ( 1 τ ) ist gleichbedeutend mit A 10 = lg ( I 0 I tr ) . Das heißt, der Strahlungsfluss muss vor und nach dem Probendurchgang ermittelt werden.

Praktisch stellt man sich mehrere Kalibrierlösungen her und vermisst diese Lösungen und die Probe im IR-Spektrometer. An einer charakteristischen Absorptionsbande bestimmt man danach die Absorbanzen. Hier kommt das Grundlinienverfahren zur Anwendung. Das am häufigsten angewendete Verfahren ist das sogenannte tangentiale Grundlinienverfahren. Die Stützpunkte werden links und rechts neben der charakteristischen Bande gesetzt und verbunden ( (Abb. 1) , I). Vom Bandenmaximum wird eine Gerade parallel zur y-Achse gezogen ( (Abb. 1) , II). Jetzt können I tr und I 0 direkt abgelesen werden ( (Abb. 1) , III).

Abb.1
Schematische Darstellung des tangentialen Grundlinienverfahrens.

Nach der Bestimmung der Absorbanzwerte der Kalibrierlösungen wird eine Kalibrierkurve erstellt (mit den Konzentrationen als Abszissenwerte). Zum Schluss wird die Konzentration der Probe abgelesen.