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Evaneszentes Feld

Erfolgt zwischen zwei Medien (ATR-Kristall - optisch dichter und Probe - optisch dünner) aufgrund unterschiedlicher Brechungsindizes Totalreflexion, dann fällt die Strahlungsintensität hinter der Grenzfläche nicht abrupt ab, sondern dringt in die Probe ein und pflanzt sich parallel zur Grenzfläche als evaneszente Welle fort. Sie tritt an der Grenzfläche wieder aus und durchdringt den ATR-Kristall. Die Abschwächung des evaneszenten Feldes erfolgt exponentiell mit zunehmendem Abstand von der Grenzfläche.

Absorbiert die Probe die Strahlung, beobachtet man eine Schwächung der Totalreflexion und es sind ATR-Spektren messbar.

Aufgrund der vorhandenen Abhängigkeit der Eindringtiefe von der Wellenlänge (Absorptionsbanden werden im ATR-Spektrum mit größeren Wellenlängen intensiver) müssen ATR-Spektren korrigiert werden, um transmissionsähnliche Spektren zu erhalten.