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Apodisation

Die endliche Länge von Interferogrammen kann man sich als Produkt des unendlichen Interferogramms mit einer Kastenfunktion vorstellen. Innerhalb des endlichen Interferogrammintervalls sind die Ordinatenwerte der Kastenfunktion (Boxcar) gleich Eins und außerhalb gleich Null. Diese Multiplikation verursacht Störungen in den Spektren und führt zu künstlichen Nebenmaxima ("podes") bei den Banden.

Abb.1
Apodisation

Das Ziel ist es, durch geeignete Apodisationsfunktionen diese Nebenmaxima zu unterdrücken. Durch Ersetzen des scharfen Überganges an den Grenzen des Interferogramms (verursacht durch die Kastenfunktion) durch einen gleitenden Übergang kann eine Reduktion der Nebenmaxima erreicht werden. Der Nachteil dieser Vorgehensweise ist, dass die spektrale Auflösung schlechter wird, d.h. die Banden werden breiter.

Abb.2
Beispiel für eine Dreiecksfunktion

Für Standardmessungen oder quantitative Messungen ist eine starke Apodisationsfunktion (z.B. 3-Term-Blackman-Harris) empfehlenswert. Für Spektren, die mit hoher Auflösung gemessen werden, sollte keine (Boxcar) oder nur eine schwache Apodisation (Norton-Beer weak) verwendet werden. FT-IR-Spektrometer bieten verschiedene Apodisationsfunktionen an.