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IR-Gerätetechnik

Pneumatische Detektoren

Der bekannteste Detektor, der zu den pneumatischen Strahlungsempfängern zählt, ist der Golay-Detektor. Im Bild ist der prinzipielle Aufbau dargestellt:

Abb.1
Aufbau eines Golay-Detektors

Die infrarote Strahlung gelangt durch ein IR-durchlässiges Fenster auf eine pneumatische Kammer, die mit einem Gas gefüllt ist. Die Kammer ist auf der Empfängerseite geschwärzt, um die Absorption zu erhöhen. Auf der anderen Seite der Kammer ist ein flexibler Spiegel angebracht. Wird die infrarote Strahlung absorbiert, so dehnt sich das Gas aus und es kommt gleichzeitig zu einer Verschiebung des flexiblen Spiegels. Diese Verschiebung kann mit einem nachgeschalteten optischen System erfasst werden. Dazu wird sichtbares Licht durch ein Gitter auf den flexiblen Spiegel fokussiert. Von dem Spiegel wird das Licht zum Detektor (z.B. Photozelle) wieder durch das Gitter zurückreflektiert. Dadurch werden die Linien des oberen Teils des Gitters auf den unteren Teil projiziert. Verschiebt sich nun der Spiegel infolge Wärmeabsorption, dann verschiebt sich auch das Gitterbild in Bezug zu dem Gitter und die Intensität des Lichtes verändert sich, was mit einer Photozelle registriert wird. Der Golay-Detektor ist mechanisch sehr empfindlich. Er reagiert stark auf Vibrationen, so dass sein Einsatz häufig auf das Labor beschränkt ist. Golay-Detektoren können in einem großen Frequenzbereich genutzt werden und erfordern keine Kühlung.

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