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Dioxinanalytik

Relation zwischen Nachweisgrenzen und Probenmengen

Nachweisgrenze

Die Nachweisgrenze ist definiert als die kleinste nachweisbare Menge eines Stoffes in einer Analysenprobe.

Die Nachweisgrenze eines Gerätes zur Analyse wird meist in absoluten Mengen angegeben.

Nachweisgrenze eines hochauflösenden GC-MS-Gerätes: 0,01 - 0,1 pg .

Die Nachweisgrenze eines Verfahrens für die Analyse bezieht sich auf das gesamte Verfahren von der Probennahme, Probenvorbereitung bis hin zur eigentlichen Analyse. Diese Nachweisgrenze wird meist als Konzentration ausgedrückt.

Nachweisgrenze der in der DIN-EN 1948 beschriebenen Verfahren: 0,5 pg m-3 für das Dioxin 2,3,7,8-TCDD

Um die Nachweisgrenzen der Geräte ausnutzen zu können, sind angemessene Anreicherungs- und Probenvorbereitungsmethoden notwendig. Davon hängt entscheidend die benötigte Probenmenge ab.

Tabelle zeigt die benötigten Probemengen bei einem Extraktendvolumen von 20 μL , einem analysierten Probeanteil von 1 μL und einer Nachweisgrenze des Gerätes von 0,01 - 0,1 pg .

Literatur

Oehme, M. (1998): Handbuch Dioxine. Spektrum Akad. Verlag
Tab.1
Benötigte Probemengen
ProbenartTypische ProbemengeNachweisbarer Konzentrationsbereich
Außenluft 1000 m3 0,01 pg m-3
Totaldeposition Luft- 0,3 pg m-2 d-1
Abgase Abfallverbrennung 10 m3 1 pg m-3
Innenraumluft 100 m3 0,5 pg m-3
Oberflächenwasser 100 L 0,01 pg L-1
Abwasser 1 - 10 L 0,1 1 pg L-1
Klärschlamm 10 g 1 pg L-1
Boden 10 g 0,1 1 pg L-1
Sedimente 10 g 0,1 1 pg L-1
Flugasche 25 g 1 pg L-1
Zellulose, Papier 50 g 0,1 pg L-1
Pflanzenmaterial, getrocknet 10 g 0,1 1 pg L-1
Biologisches Material, Lebensmittel, Fettgehalt 10-90% 1 g 0,1 1 pg L-1
Biologisches Material, Lebensmittel, Fettgehalt 1-10% 10 g 0,1 1 pg L-1
Blut 5 - 100 mL 0,01 0,5 pg L-1
Milch 50 - 150 mL 0,01 pg L-1
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