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Dünnschichtchromatographie (DC)

Stationäre Phasen in der Dünnschichtchromatographie

Auf einem Träger (z.B. Glas, Aluminium-Folie, PET-Polyester) befindet sich eine 50µm bis 200µm dicke planare Schicht des Sorbens, dessen gleichmäßige Korngrößenverteilung reproduzierbares Arbeiten gestattet. Die Adsorbensmaterialien können sowohl organischer als auch anorganischer Natur sein und bestimmen durch ihre chemische Struktur die Selektivität der Trennschicht und die Detektionsmethode. Das Trennergebnis hängt also ab von:

  • Art des Sorbens
  • Zumischung von Bindemitteln, Indikatoren...
  • Korngröße und ihrer Verteilung
  • spezifischen Oberfläche (innere und äußere)
  • Porengröße und -form
  • Packungsdichte der Schicht
Abb.1
Korngrößenverteilungen in DC-Platten

Unterschiedliche Teilchendurchmesser werden in der DC gezielt eingesetzt, um den Fließmittelstrom durch die stationäre Phase zu steuern und damit die chromatographische Trennung zu beeinflussen. Bei Teilchendurchmessern von 10µm bis 40µm trennt man "normal". Bei kleineren Durchmessern von 3µm bis 10µm wird die Trennleistung stark verbessert und man spricht von der HPTLC (engl. high performance thin layer chromatography), der Hochleistungs-Dünnschicht-Chromatographie. Man erreicht durch die kompaktere, homogenere Packung eine höhere Trennstufenzahl - also eine höhere Auflösung auf dem gleichen Weg, kann aber im Vergleich zur normalen DC die Nachweisgrenze jedoch nur wenig nach unten verschieben.

Tab.1
Einteilung der stationären Phasen nach ihrer Polarität
Normalphase (polare hydrophile Phase)mittelpolare PhaseUmkehrphase (unpolare lipophile Phase)
Kieselgel, AluminiumoxidCN-, Diol-, NH2-PhasenC18-alkyliertes Kieselgel
Verwendung von unpolaren Fließmitteln und polaren Zusätzen wie Methanolweisen je nach mobiler Phase polarere oder unpolarere Eigenschaften aufVerwendung von polaren Fließmitteln
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