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Dünnschichtchromatographie (DC)

Probenauftragen in der DC

Die Probe wird je nach Konzentration ungelöst oder gelöst aufgetragen. Dabei werden wenige Mikroliter mit Glaskapillaren auf die DC-Platte aufgebracht. Den dabei entstehenden Flecken können verschiedene Formen gegeben werden: punktförmig oder bandenförmig. Das Lösungsmittel, in dem die Probe gelöst ist, hat keinen Einfluss auf die anschließende Entwicklung des Chromatogramms, da es vorher abgedampft wird. Es führt aber manchmal zum Effekt der Vorchromatographie während des Probenauftrages.

Abb.1
Vorchromatographie

Die Konzentration der Probe sollte möglichst so gewählt werden, dass nur einmal aufgetragen werden muss. Bei mehrmaligem Auftragen kann es zur Fleckdeformation ("Hundeknochenform") bei der Chromatographie kommen, da bei jedem Auftrag ein Vorchromatographieren stattfindet. Das Lösungsmittel muss zwischen den einzelnen Auftrageschritten immer abgedampft werden.

Als Geräte zum Auftragen der Probe werden im Wesentlichen Kapillaren genutzt. Die Kapillarwirkung der stationären Phase sorgt für das Auslaufen des Röhrchens. Das Ende eines Schmelzpunktröhrchens wird über einem Brenner zur Kapillare ausgezogen.

Abb.2
Geräte zum Probenauftrag in der DC

Die Abbildung (Abb. 2) zeigt rechts Kapillaren, oben eine Mikrokapillare mit Volumeneinteilung und unten Spritzen zum Ausschieben der Lösung.

Der aufgetragene Substanzfleck (Volumenmenge: 0,5 μ L-2 μ L DC und 0,1 μ L-0,5 μ L HPTLC) sollte so klein wie möglich sein. Überladungseffekte durch zu hohe Analytkonzentrationen sind daran zu erkennen, dass sich asymmetrische Flecken bilden, die Fronting oder Tailing (Schwanzbildung) aufweisen. Neben den Proben werden immer ein oder mehrere Standards auf der DC-Platte mit aufgetragen, um Unterschiede in den Schichten und beim Entwickeln zu kompensieren. Häufig verwendet werden die Ein-Standard-Methode, die Zwei-Standard-Methode und die abgebildete Paardaten-Technik: S1,2 ...Standard 1 bzw. 2 X1,2 ...unbekannte Probe 1 bzw. 2

Abb.3
Paardatentechnik

Platten mit Konzentrierungszone: erleichtern das Auftragen der Probe. Es wird eine schmale Startbande vor der eigentlichen chromatographischen Trennung erzeugt.

Die Konzentrierungszone besteht aus einem inerten Material gegen den Analyten, so dass dieser keine Wechselwirkung eingeht. Der Analyt wird einzig mit der Fließmittelfront bis zum Beginn der eigentlichen stationären Phase transportiert. Dann erst erfolgt die Auftrennung der so fokussierten Substanzflecken. Der zufällige und systematische Fehler der Positionierung des Punktes der Probenauftragung spielt keine Polle mehr. Außerdem verbessert sich die Trennleistung und die Detektion wird erleichtert.

Abb.4
Platten mit Konzentrierungszone
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