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Dünnschichtchromatographie (DC)

Mobile Phase, Fließmittel

Das Fließmittel (Ein- oder Mehrkomponentensystem) ist zum einen direkt am Trennvorgang beteiligt und zum anderen transportiert es die Substanzen in dem Sorbensbett. Die Bewegung des Fließmittels erfolgt nur durch einfache Kapillarkräfte über das zunächst trockene Bett des Sorbens. Die Auswahl der mobilen Phase ist für den Trennerfolg der Analyten von großer Bedeutung, da es keine Beschränkung durch die Detektion gibt (das Fließmittel wird nach der Trennung vom chromatographischen Bett entfernt) und eine sehr große Anzahl an Solventien, die schnell und einfach gewechselt werden können, zur Verfügung steht.

Fließmittel, die in der DC verwendet werden, sollten folgende Anforderungen erfüllen:

  • genügende Reinheit
  • Stabilität (Flüchtigkeit von Mischungskomponenten beachten)
  • geringe Viskosität
  • geeigneten Dampfdruck
  • möglichst nicht giftig

Neben der Art des Fließmittels spielt der Dampfraum in der Entwicklungskammer eine wichtige Rolle für die Reproduzierbarkeit einer Trennung. Man unterscheidet gesättigte Kammern (flüssiges und gasförmiges Fließmittel stehen im Gleichgewicht) von ungesättigten Kammern (anfangs kein Gleichgewicht zwischen flüssiger und Gasphase).

Entwicklungsarten in der Kammer

Abb.1

Die Mehrfachentwicklung eignet sich für die Auftrennung von Analyten mit sehr hohen Retentionsfaktoren (Rf-Wert). Sie nutzt die Vorteile der Gradientenentwicklung und der Durchlaufentwicklung und existiert auch als automatisierte Methode genannt AMD (engl. automatic multiple development).

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