zum Directory-modus

Dünnschichtchromatographie (DC)

Detektion durch UV-Strahlung

Es besteht die Möglichkeit, farblose Substanzen durch UV-Strahlung sichtbar zu machen, indem dem Material der stationären Phase Fluoreszenz- bzw. Phosphoreszenzindikatoren zugemischt werden. Wird die so präparierte DC-Platte also mit Licht der Wellenlänge 254nm oder 366nm bestrahlt, leuchtet die gesamte Fläche. Die Probe (z.B. Aromaten oder Verbindungen mit konjugierten Doppelbindungen) absorbiert, unterdrückt oder mindert die Lumineszenz und die Platte fluoresziert bzw. phosphoresziert an dieser Stelle nicht.

Verwendete Fluoreszenz- bzw. Phosphoreszenz-Indikatoren sind zum Beispiel:

  • anorganische Pigmente ( l = 254nm): Zn-Silikat mit Mn dotiert, Bariumsulfid
  • organische Fluoreszenzfarbstoffe ( l = 366nm): Morin, Fluoreszein (praktisch nicht mehr üblich)
Abb.1
UV-Kabinett für l = 254nm und l = 366nm

Durch Anregung zu Eigenfluoreszenz können farblose Substanzen auf DC-Platten ohne Fluoreszenz- bzw. Phosphoreszenz-Indikatoren sichtbar gemacht werden. Die Substanzflecken leuchten, während die Platte dunkel erscheint.

Abb.2
DC-Platte im Tageslicht (Trennung verschiedener ätherischer Öle)
Abb.3
DC-Platte bei Bestrahlung mit Licht der l = 366nm (Trennung verschiedener ätherischer Öle)

Die Anregung erfolgt durch:

  • energiereiche Strahlungsquellen (z.B. Hg-Dampflampe)
  • Zumischen von bestimmten Salzen zur stationären Phase - Pyrolyse zu fluoreszierenden Verbindungen
Seite 16 von 23