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Dünnschichtchromatographie (DC)

Auswertung und Dokumentation in der Dünnschichtchromatographie

DC-Chromatogramme werden heute häufig durch photographische Aufnahmen dokumentiert. Je nach Chromatogramm kann mit Auflicht oder Durchlicht, aber auch Phosphoreszenz gearbeitet werden.

Zur qualitativen Auswertung des getrennten Gemisches (oder auch der Einzelsubstanz) werden die Rf-Werte benutzt. Aufgrund der geringen Vergleichbarkeit lässt man immer einen Standard mitlaufen und orientiert auf diesen anstatt auf absolute Rf-Werte. Stimmen die Rf-Werte überein, ist eine Übereinstimmung der Substanzen möglich, aber nicht zwingend. Eindeutig kann die Verbindung (wie auch bei der HPLC oder GC) nur durch ergänzende Verfahren, z.B. spektroskopische identifiziert werden.

Um die getrennten Verbindungen quantitativ zu bestimmen, kann auf die halbquantitative Auswertung ausgewichen werden, die nur geringen Mehraufwand bedeutet, jedoch nur ungefähr den Bereich angibt, in dem sich die Probe befindet. Sind genauere Ergebnisse gefragt, spielen die Kopplung mit spektroskopischen Verfahren (z.B. UV/VIS-, MS-, IR- und Raman-Spektroskopie) und die Densitometrie eine wichtige Rolle.

Abb.1
Photodokumentationsplatz
Tab.1
Informationen aus dem Chromatogramm
qualitativhalbquantitativ (nur mit den Augen)quantitativ (mit technischer Unterstützung)
Rf-WerteIntensität der Farbestreifenweises Scannen der UV/VIS-Absorption
FarbeIntensität des UV-Verhaltenserhaltene Peaks analog zur Säulenchromatographie auswertbar
UV-VerhaltenGröße der Substanzflecken (Verdünnungsreihe)Kalibrier- und Analysenfunktion nutzbar
mehr Information durch Kopplung mit spektroskopischen Verfahreneinzelnes Extrahieren der getrennten Substanzen und anschließend spektroskopische Verfahren
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