Das Chromatogramm
Die Substanzen, die von der chromatographischen Säule eluiert werden, erzeugen im Detektor elektrische Signale. Bei
entsprechender Visualisierung über Schreiber, Integrator oder PC beschreiben sie die Form eines Peaks.
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| Abb.1Peaks als Aufzeichnungen des Messsignalverlaufs in der Chromatographie |
Der Peak verkörpert die Konzentration der Komponente in Abhängigkeit von der Zeit. Zwischen zwei Peaks
erzeugt die mobile Phase das Basisliniensignal.
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| Abb.2Ein Chromatogramm |
Parameter, die aus einem Chromatogramm erhalten werden:
Die Brutto-Retentionszeit tR ist die Zeit, die von der Probenaufgabe bis
zum Erreichen des Peakmaximums einer Komponente vergeht. Sie kann eine qualitative Aussage über die enthaltenen Komponenten
liefern. Die Retentionszeit einer Verbindung ist nämlich charakteristisch, wenn die chromatographischen Bedingungen streng
konstant gehalten werden. Dazu werden die vermutete Substanz als Standard ebenfalls injiziert und die Retentionszeiten
verglichen.
Die Totzeit t0 ist die Zeit, die eine nichtretardierte Komponente von der
Probenaufgabe bis zum Erscheinen im Detektor benötigt. Sie zeigt, wie lange eine Substanz mindestens in einer
chromatographischen Anlage verweilt, auch wenn sie keine Wechselwirkungen mit der stationären Phase hat. In der Praxis wird
angestrebt, diese Zeit so klein wie möglich zu halten, da der lange Aufenthalt zur Rückvermischung (Diffusion) der Komponenten
führt und damit zu flacheren Peaks.
Die Netto-Retentionszeit
tR
'
ist die Differenz aus Bruttoretentions- und Totzeit. Sie zeigt die Aufenthaltszeit der Komponenten
ausschließlich innerhalb der stationären Phase an.
(1)Während die Peakbreiten (Peak-Halbwertsbreite
w
½
, Basispeakbreite
w
) der Berechnung von Chromatographiekenngrößen wie Auflösung und Bodenzahl dienen, werden
Höhe
h
und Fläche
A
zum Quantifizieren der Komponenten benötigt.