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Die Mischung macht's: Entscheidend ist das optimale Verhältnis von Fischen und Pflanzen.

Eine entschiedene Rolle für eine (in festen Grenzen) konstante Konzentration des Nitrats und Phosphats im gesamten Aquaponiksystem spielt das Verhältnis von Pflanzen zu Fischen. Je mehr Fische in der Aquakultur leben, desto mehr Nitrat und Phosphat produzieren sie. Je mehr Pflanzen in der Hydroponikanlage angebaut werden, desto mehr Nährstoffe können dem Fischkreislauf entzogen werden. Ist das optimale Verhältnis gefunden, ist es nicht nötig, zusätzlichen Dünger hinzuzugeben oder überschüssige Nährlösung zu entsorgen.

In der Aquaponiktestanlage in Berlin wurde ein gutes Verhältnis von Tilapien und Tomaten gefunden. In (Abb. 1) sind die Stoffkonzentrationen aufgeführt, die in diesem System gemessen wurden.

Abb.1
Mengen- und Spurenelementkonzentrationen, die 2009 in der IGB-Aquaponikanlage in Berlin gemessen wurden

In der Tabelle sind die Mittelwerte der Konzentrationen je Nährstoff sowie die untere (min.) und obere (max.) Grenze aufgeführt, die 2009 während einer neun monatigen Versuchsdauer in der Aquaponikanlage des IGB gemessen wurden. Dass die Konzentrationen einiger Stoffe - etwa von Nitrat - im NFT-Kreislauf höher sein können als im Fischkreislauf, ist darauf zurückzuführen, dass die Pflanzen mehr Wasser verbrauchen als darin gelöste Nährstoffe.