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Aquaponik

Aquaponik kombiniert Aquakultur und Hydroponik

Kombiniert man ein Aquakultursystem mit einer Hydroponikanlage spricht man von Aquaponik. Die Grundidee der Aquaponik ist, sämtliche Abfallstoffe aus dem Aquakultursystem, wie Fäkalien und Kohlendioxid aus einer Fischzucht, als Nährstoffe für eine Gemüseproduktion zu nutzen. Im Idealfall wird ein geschlossenes System geschaffen, das komplett emissionsfrei arbeitet.

Abb.1
Aquaponikanlage mit afrikanischen Buntbarschen und Tomaten

In dieser Versuchsanlage des IGB1) am Berliner Müggelsee profitieren Fische (untergebracht hinten links in den grünen Tanks) und Pflanzen (vorne in den weiß bedeckten Rinnen) voneinander.

Abb.2
Schematische Darstellung einer klassischen Aquaponik-Anlage

Die Abfälle der Fische dienen den Pflanzen als Nährstoffe und werden im Kreislauf geführt. Die Pflanzen reinigen nicht nur das Wasser, sondern wandeln das Kohlendioxid, das die Fische beim Atmen abgeben, wieder in Sauerstoff um.

Eine Aquaponikanlage lässt sich umso einfacher betreiben, je ähnlicher die Bedürfnisse der Fische und Pflanzen sind, die es zu züchten gilt. In der im Folgenden beschriebenen Versuchsanlage des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) am Berliner Müggelsee setzt man daher Tilapien, afrikanische Buntbarsche, und Tomaten ein. Weil beide es warm (um 25°C) und feucht mögen, können sie sich unter einem Dach vereint wohlfühlen. Aber auch auf unterschiedliche Ansprüche der Nutztiere und -pflanzen kann man am IGB mithilfe einer patentierten Lösung eingehen.

1)IGB: Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Berlin
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