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Die Niere

Der Wasserhaushalt des Menschen

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Abb.1

Menschen können wochenlang ohne Nahrung auskommen, aber nur wenige Tage ohne Wasser. Die Verdauung, der zelluläre Stoffwechsel und der Stofftransport im Blut funktionieren nur dann problemlos, wenn genügend Wasser verfügbar ist.

Bei Wassermangel wird das Blut dicker und fließt nur noch mühsam durch die kleinen Gefäße. Das Herz muss immer stärker und immer häufiger schlagen, um diese zähe Flüssigkeit zu bewegen. In den Zellen reichern sich die Abfallprodukte aus dem Stoffwechsel an - vor allem Stickstoff aus dem Proteinabbau - und die Salzkonzentration aller Körperflüssigkeiten nimmt zu.

Ein Erwachsener braucht pro Tag mindestens eineinhalb bis zwei Liter Wasser. Verliert ein Mensch mehr Wasser, z.B. durch starkes Schwitzen, aufgrund einer Durchfallerkrankung oder durch Erbrechen, muss er mehr trinken. Zuviel Flüssigkeit schadet normalerweise nicht, außer wenn in kurzer Zeit extrem viel Wasser getrunken wird und der Salzgehalt des Blutes dadurch zu stark sinkt. Im Normalfall wird überschüssiges Wasser einfach mit dem Urin abgegeben.

Das Signal "Durst" beruht auf dem Anstieg der Natrium-Konzentration im Blut bei Wassermangel. Der erhöhte osmotische Druck des Blutes wird von Osmorezeptoren im Hypothalamus registriert. Das Gehirn reagiert, indem das Hormon Vasopressin ins Blut abgegeben wird. Vasopressin wirkt auf die Nierenzellen, die nun mehr Wasser aus dem Urin zurück in das Blut transportieren und damit dem Körper zur Verfügung stellen.

Hinweis
Sinkt der Wassergehalt des Körpers auch nur um 0,5 %, wird der Mensch durstig und muss trinken. Ab einem Flüssigkeitsverlust von ca. 10 % kommt es zu Schwindel, Sprach- und Bewegungsstörungen. Verliert der Körper 15-20 % an Wasser, fällt der Mensch ins Koma und stirbt schließlich.

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