zum Directory-modus

Methanol zu Wasserstoff

Reforming in flüssigen Salzen

In einem sehr aktuellen Ansatz, der an der Uni Erlangen erforscht wird, findet die Methanol-Reformierung in einem flüssigen Salz als Reaktionsumgebung statt. Diese flüssigen Salze werden auch als ionische Flüssigkeiten bezeichnet, da sie wie jedes Salz vollständig aus Anionen und Kationen aufgebaut sind. Durch geeignete Kombination von Ionen können Salze gebildet werden, deren Schmelzpunkt so niedrig ist, dass sie schon bei Raumtemperatur oder bei Reaktionstemperatur (200 bis 300 °C) flüssig vorliegen.

Durch die Anwesenheit des Salzes wird der Dampfdruck von Wasser und Methanol herabgesetzt (Prinzip der Dampfdruckerniedrigung). Dies ermöglicht einen niedrigeren Betriebsdruck und somit kostengünstigere und leichtere Bauteile. Durch geeignete Wahl der Salz-Zusammensetzung kann auch ein günstiger Effekt auf den Ablauf der Reaktion ausgeübt werden, so dass auch in diesem Verfahren sehr geringe CO-Konzentrationen entstehen.

Die Verwendung von Salzen als Reaktionsumgebung erfordert deren Beständigkeit bei Reaktionstemperatur. Des Weiteren dürfen die Salze nicht zur Korrosion der Apparatur beitragen. Sie sollten außerdem so günstig herzustellen sein, dass die Anlage wirtschaftlich betrieben werden kann.

Seite 9 von 9>