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Methanol zu Wasserstoff

Aqueous Phase Reforming

Die erwähnten etablierten Verfahren der Wasserstofferzeugung aus Methanol finden alle in der Gasphase statt. Das heißt, die Edukte müssen vor Reaktionsbeginn verdampft werden, was zusätzliche Energie benötigt. Ein elegantes Verfahren, diesen Schritt zu umgehen, bietet das so genannte Aqueous Phase Reforming (engl. Reformierung in wässriger Phase).

Wasser und Methanol werden im flüssigen Aggregatszustand einem unter Druck stehenden Reaktor zugeführt. In Abhängigkeit der Dampfdruckkurve ist mit steigender Betriebstemperatur ein höherer Druck notwendig, um Methanol und Wasser im flüssigen Zustand zu erhalten. Formal findet im Aqueous Phase Reforming die gleiche Umsetzung wie beim Steam Reforming statt.

Durch den Wegfall einer Verdampfungseinheit kann die Reaktion mit einem Überschuss an Wasser betrieben werden, was zu einer sehr hohen CO2-Selektivität und damit zu sehr niedrigen CO-Konzentrationen führt.

Im Anschluss an das Aqueous Phase Reforming muss nicht umgesetztes Methanol und überschüssiges Wasser von den gasförmigen Produkten abgetrennt werden, was einen zusätzlichen Apparat erfordert.

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