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Methanol zu Wasserstoff

Methanol-Zersetzung

Die Umkehrung der Methanol-Synthese aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff nennt man Methanol-Zersetzung. Sie findet in der Regel bei Temperaturen oberhalb von 300 °C statt. Dabei kommen heterogene Katalysatoren auf der Basis von Kupfer oder Edelmetallen (z.B. Platin) zum Einsatz. Da es sich bei der Methanol-Zersetzung um eine endotherme Reaktion handelt, kann die benötigte Reaktionswärme durch das Abgas von Fahrzeugen mit Methanol-Verbrennungsmotor bereitgestellt werden. Die Reaktionsprodukte besitzen im Vergleich zu Methanol einen höheren Energieinhalt, was zu einer Erhöhung des Wirkungsgrades des Motors führt, wenn dieser mit dem Produktgas betrieben wird. Eine weitere Anwendung der Methanol-Zersetzung wäre die Bereitstellung von Synthesegas (CO und H2), ein wichtiges Edukt für die chemische Industrie.

CH3OH CO+ 2H2

Die Methanol-Zersetzung ist für den Betrieb von PEM-Brennstoffzellen nicht geeignet, da der hohe Gehalt an Kohlenmonoxid den Katalysator der Brennstoffzelle vergiften würde.

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