zum Directory-modus

Autoimmundiagnostik

Indirekte Immunfluoreszenz

Der indirekte Immunfluoreszenztest (IFT) an Gefrierschnitten ist eine bewährte Methode zum Screening von Autoantikörpern. Meist werden hierfür xenogene1) Organe (z.B. der Ratte) verwendet.

Ein Immunfluoreszenztest an Zellkulturen (z.B. HEp2-Zellen, Human Epithelial cells) erkennt Kernantigen-Systeme. Allerdings erfasst diese Methode häufig auch unspezifisch stimulierte Kernantikörper (z.B. bei einer Infektion). Deshalb ist zur Verifizierung und Bestätigung der Ergebnisse immer ein zweiter Test auf einzelne Antikörperspezifitäten (ELISA oder Blot) erforderlich.

In der Routinediagnostik sollten standardmäßig parallele Tests an Gewebeschnitten und HEp2-Zellen durchgeführt werden, da manche Antikörper in beiden Systemen unterschiedlich reagieren.

Abb.1
PCNA-Antikörper auf HEp2-Zellen
© Barbara Fabian, Österreich

PCNA-Antikörper (Proliferating Cell Nuclear Antigen) auf HEp2)2-Zellen. Es handelt sich um Autoantikörper mit niedriger Sensitivität, jedoch sehr hoher Spezifität für einen systemischen Lupus erythematodes (SLE).

Abb.2
AMA auf HEp2-Zellen
© Barbara Fabian, Österreich
Abb.3
AMA an Zellen der Leber (Ratte)
© Barbara Fabian, Österreich
Abb.4
AMA an Zellen der Niere (Ratte)
© Barbara Fabian, Österreich
Abb.5
AMA an Zellen des Magens (Ratte)
© Barbara Fabian, Österreich

Antimitochondriale Antikörper (AMA) weisen mit hoher Sensitivität und Spezifität eine primär biliäre Zirrhose nach.

1)griech. xénos "fremd", -genes "hervorbringend"; xenogen: "aus einer anderen Spezies stammend"
2)HEp: Human-Epitheliom
Seite 7 von 13