zum Directory-modus

Autoimmundiagnostik

Mögliche experimentelle Schwierigkeiten und Grenzen des Verfahrens

ELISAs werden in vielen Laboratorien zum Nachweis von Antikörpern in Blutproben eingesetzt. Obwohl die Methode ein unkompliziertes Routineverfahren ist, müssen doch einige Parameter, wie die Auswahl der Reagenzien, Temperatur, Volumina und Verdünnungen sowie die Inkubationszeiten beachtet werden, damit man zuverlässige und gleichmäßig reproduzierbare Testergebnisse erhält.

Insbesondere sind folgende Limitierungen zu beachten:

  • Ein positives Ergebnis bestätigt zwar, dass in der Blutprobe die vermuteten Antikörper vorhanden sind, das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass der Patient auch wirklich krank ist. Der Körper kann auch nach einer durchgemachten Krankheit noch Antikörper produzieren, während sich der Patient schon längst wieder erholt hat.
  • Manche Menschen produzieren nur sehr geringe Mengen von Antikörpern oder haben Substanzen in ihrem Blut, die mit dem Test interferieren können. Dadurch können die Testergebnisse zu niedrig oder falsch negativ ausfallen.
  • Ein falsch positives Ergebnis kann auftreten, wenn ein irrelevanter Antikörper unspezifisch mit dem Antigen reagiert. Nur über die Untersuchung vieler Patienten und die mehrfache Durchführung ein und desselben Tests kann man richtige und falsche Ergebnisse eindeutig unterscheiden. Um einfache experimentelle Fehler auszuschließen, die zu unrichtigen Ergebnissen führen könnten, führt man die Tests meist als Doppel- oder sogar als Mehrfachbestimmung durch.
Seite 11 von 13