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Autoimmunität - eine Einführung

Autoimmunität – der Feind in unserem Körper

Das Immunsystem dient als Schutzschild zur Abwehr von Krankheitserregern. Ist es intakt und leistungsfähig, aktiviert es bei einem Viren- oder Bakterienangriff verschiedene spezialisierte Immunzellen, um die Bedrohung schnell und effektiv zu beseitigen.

Wenn das Abwehrsystem jedoch entgleist, sind die Folgen fatal: die Zellen des Immunsystems geraten außer Kontrolle. Sie wenden sich gegen den eigenen Körper und beginnen, gesundes Gewebe zu zerstören. Die Funktion der betroffenen Organe wird beeinträchtigt oder sogar vollständig ausgeschaltet. Die Folge sind Autoimmunerkrankungen, mit schweren, zum Teil lebensbedrohlichen Komplikationen.

So kommt es zum Beispiel beim entzündlichen Rheuma, auch als rheumatoide Arthritis bezeichnet, zu einer fortschreitenden Zerstörung der Gelenke. Ausgehend von einer Entzündung der Gelenkinnenhaut, der Synovialmembran, greifen die inflammatorischen Prozesse zunächst auf den Knorpel über, um dann schließlich auch den Knochen zu zerstören.

Abb.1
Entzündliche Prozesse im rheumatoiden Gelenk
© Orgentec Diagnostika

Die Gelenke schwellen an, sie schmerzen und werden unbeweglich. Im Endstadium verformen sie sich und versteifen. Besonders häufig sind die Fingergelenke betroffen, so dass die charakteristische "Rheumahand" entsteht:

Abb.2
Veränderung der Fingergelenke im Verlauf einer rheumatoiden Arthritis
Quelle: NIH ( Wikimedia Commons )
Abb.3
Typisches Röntgenbild der rechten Hand bei einer rheumatoiden Arthritis
Aufnahme: Bernd Brägelmann

Zusätzlicher Lesestoff

  • Focus Rheumatologie: Moderne Diagnostik und frühe Therapie (PDF-Download). In: Up-to-Date 2007, Hrsg. Orgentec Diagnostika, Mainz.
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