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Lösemittel sparen in der HPLC

Kurze dünne Säule und erhöhte Flussrate sparen Lösemittel und Zeit

Wer Lösemittelsparen mit einer Verkürzung der Analysenzeit kombinieren möchte, greift zu einer kürzeren, dünneren Säule und verkleinert zusätzlich die Abstände zwischen den Peaks. Letzteres erreicht man, indem man die Flussrate erhöht - aber nur so weit, dass sich die Peaks nicht überschneiden. Nur so ist eine gute Trennung zu gewährleisten.

Beispiel

In diesem Beispiel wird die Lösemittel- und Zeiteinsparung bei der Trennung eines Benzoesäureester-Gemisches gezeigt, die durch eine Verkleinerung (Länge und Innendurchmesser) einer Säule erreicht werden kann, wenn parallel die Flussrate erhöht wird. (Abb. 1) zeigt die Trennung mit einer 250  x  4mm -Säule bei einer Flussrate von 1,0 mL min-1 . In (Abb. 2) ist die Trennung mit einer 150  x  2mm -Säule dargestellt, in der die Flussrate auf 0,3 mL min-1 reduziert wurde. Die angegebenen Werte wurden im isokratischen Modus ermittelt.

Abb.1
250  x  4mm -Säule und Flussrate von 1,0 mL min-1
Wissenschaftliche Gerätebau Dr. Ing. Herbert Knauer GmbH
Abb.2
150  x  2mm -Säule und Flussrate von 0,3 mL min-1
Wissenschaftliche Gerätebau Dr. Ing. Herbert Knauer GmbH

In diesem Fall kann durch die Anpassung der Flussrate und durch Einsatz einer dünneren und kürzeren Säule der Lösemittelverbrauch um 78 Prozent verringert werden, die Analysenzeit um 27 Prozent (vgl. ).

Tab.1
Lösemittel- und Zeitersparnis durch den Einsatz einer kürzeren und dünneren Säule und höherer Flussrate
250 x 4mm-Säule150 x 2mm-Säule
Flussrate [ mL min-1 ] 1,0 0,3
Analysenzeit [min] 11 8
Lösemittelverbrauch [mL ] 11,0 2,4
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