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Lösemittel sparen in der HPLC

Voraussetzung für die Verbesserung eines HPLC-Systems

Mithilfe eines HPLC-Systems wird eine komplexe Probe in ihre Bestandteile zerlegt. Dabei wird eine grafische Darstellung des Trennungsverlaufs erzeugt: das sogenannte Chromatogramm (siehe (Abb. 1) und (Abb. 2) ). Es besteht aus einer Kurve mit mehreren Peaks. Die Punkte der Peakmaxima auf der Retentionszeitachse geben Auskunft über die Identität der Bestandteile einer Probe (bei bekannter qualitativer Zusammensetzung). Über die Peakfläche kann die Menge des entsprechenden Bestandteils bestimmt werden.

Um eine Probe korrekt zu analysieren, ist eine gute Trennung der Komponenten Voraussetzung. Diese ist gegeben, wenn zwei Peaks sich nicht überschneiden und beide jeweils zweimal die Grundlinie berühren (Abb. 1) . Überschneiden sich die Peaks (Abb. 2) , können weder Identität noch Menge des Probenbestandteils eindeutig identifiziert werden.

Abb.1
Beispielchromatogramm: optimal getrennte Peaks
Wissenschaftliche Gerätebau Dr. Ing. Herbert Knauer GmbH
Abb.2
Beispielchromatogramm: schlecht getrennte Peaks
Wissenschaftliche Gerätebau Dr. Ing. Herbert Knauer GmbH

Ist der Abstand zwischen den Peaks sehr groß, wird Lösemittel verschwendet, weil in den entsprechenden Eluat-Fraktionen kein Analytbestandteil enthalten ist. Um dies zu verhindern, können Veränderungen an der Trennsäule und Anpassungen am System vorgenommen werden, die im Folgenden zunächst für die analytische HPLC erläutert werden - also für die Trennung von Proben, von denen man zwar die chemische Zusammensetzung kennt, nicht aber die Mengen der einzelnen Bestandteile.

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