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Lösemittel sparen in der HPLC

Kürzere Säulen mit geringerem Durchmesser

Wer plant, den Durchmesser einer Säule zu verringern, sollte darüber nachdenken, auch die Säulenlänge zu reduzieren, um noch mehr Lösemittel zu sparen. Zudem verkürzt die Trennung mit einer kurzen Säule in vielen Fällen deutlich Analysenzeit, was auf der Folgeseite beschrieben wird.

Abb.1
Trennsäulen für die HPLC sind in vielen verschiedenen Längen verfügbar.
Wissenschaftliche Gerätebau Dr. Ing. Herbert Knauer GmbH
Beispiel

Im folgenden Beispiel wird die Lösemitteleinsparung bei der Trennung eines Benzoesäureester-Gemisches gezeigt, die durch eine Verkleinerung (Länge und Innendurchmesser) einer Säule erreicht werden kann. (Abb. 2) zeigt die Trennung mit einer 250  x  4mm -Säule bei einer Flussrate von 1 mL min-1 . In (Abb. 3) ist die Trennung mit einer 150  x  2mm -Säule dargestellt, in der die Flussrate auf 0,15 mL min-1 reduziert wurde. Das System wurde über die Flussrate so angepasst, dass die Analysezeit sich nicht verändert.

Die Lösemittelersparnis wurde im isokratischen Modus ermittelt. Dabei bleibt die Zusammensetzung des Lösemittels bzw. des Lösemittelgemisches während des Trennvorgangs konstant.

Tab.1
Lösemittelersparnis durch den Einsatz einer kürzeren und dünneren Säule
250  x  4mm -Säule 150  x  2mm -Säule
Flussrate [ mL min-1 ] 1,00 0,15
Analysenzeit [min] 11 11
Lösemittelverbrauch [mL ] 11,00 1,65

In diesem Fall konnte durch die Änderung der Säulendimension der Lösemittelverbrauch um 85 Prozent verringert werden.

Verwendet man einen Gradienten, muss dieser für eine Analyse mit einer kürzeren, dünneren Säule ebenfalls angepasst werden, damit die Bestandteile des Analyten weiterhin vollständig voneinander getrennt werden. Gradienten können mit entsprechender Software neu berechnet werden. Die Feineinstellung erfolgt durch Testläufe durch das HPLC-System.

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