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Lösemittel sparen in der HPLC

Einleitung

Abb.1
Ohne Lösemittel wäre die Hochleistungsflüssigkeitschromatographie nicht möglich. Doch umso weniger davon benötigt werden, desto geringer sind die Kosten für Analysen und desto weniger wird die Umwelt belastet.
Wissenschaftliche Gerätebau Dr. Ing. Herbert Knauer GmbH

Das Prinzip der Hochleistungsflüssigchromatographie (HPLC) beruht auf zwei Phasen, die miteinander in Verbindung stehen: der stationären - meist mit feinkörnigen Materialien gefüllte Säulen - und der mobilen - polare oder unpolare Lösemittel. Letztere werden oft in großen Mengen durch die Säulen gepumpt, um die Komponenten eines Analyten voneinander zu trennen. Weil sie gut verfügbar und kostengünstig waren, bestand lange Zeit kein wirtschaftlicher Grund, Lösemittel zu sparen. Das änderte sich 2008 mit der weltweiten Wirtschaftskrise, die einen Engpass in der Acetonitril-Versorgung auslöste, dem heutzutage am häufigsten verwendeten organischen Lösemittel in der HPLC.

Ursachen und Folgen der Acetonitril-Knappheit

Neben hohen Preisen und schlechter Verfügbarkeit ist die Schonung von Ressourcen und somit auch der Schutz der Umwelt ein Grund, sparsam mit Lösemitteln umzugehen.

In dieser Lerneinheit wird erläutert, welche Möglichkeiten es gibt, die Menge der mobilen Phase in der HPLC zu reduzieren. Es wird gezeigt, dass vor allem dann, wenn mehrere Einsparmethoden kombiniert werden können, am wenigsten Lösemittel verbraucht wird, was umso mehr den Geldbeutel und die Umwelt schont.

1)G. Brendelberger, GMP-News vom 18.05.2009: Compliance-Probleme durch Acetonitril-Knappheit?, Concept Heidelberg GmbH: Heidelberg; Link [jüngster Zugriff 18.08.2010]
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