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Stickstoff selbst gemacht – kosteneffizient und umweltfreundlich

Anwendungsbeispiel Trocknung

Kontakttrockner werden häufig für das Verdampfen von explosionsgefährdeten Lösemitteln eingesetzt.

Kommt das Produkt aus vorgeschalteten Aggregaten wie Zentrifugen, Filterpressen und Nutschen, so ist das Material vielfach noch feucht und somit nicht freifließend. Hierfür werden Zwangsschaufeltrockner oder Zwangswendeltrockner eingesetzt, in denen das Produkt während des Trocknungsprozesses ständig durch das Mischwerk umgeschaufelt wird.

Hierdurch ist jedoch eine Zündquelle gegeben: es muss also entweder eine kontrollierte Atmosphäre erzeugt oder die Geschwindigkeit herabgesetzt werden.

Es ist allgemein gültig, dass bei Mischwerksumfangsgeschwindigkeiten von < 1m/sek zwar keine Explosionsgefahr besteht, jedoch lassen sich die meisten Produkte bei diesen Umfangsgeschwindigkeiten nicht unter wirtschaftlichen Bedingungen trocknen: Es dauert zu lange und das Produkt bildet Agglomerate, die nicht mehr zerstört werden können.

Daher ist es also sinnvoll, den Produktraum mit reinem Stickstoff zu überlagern, um ATEX1) 2)-konform zu sein. Für Anwendungen in der Pharma- und Feinchemieindustrie ist es am Besten Stickstoffgeneratoren speziell jeweils einer Trocknungsanlage zuzuordnen.

Vor Starten der Kontakttrocknungsanlage wird diese mit reinem Stickstoff gespült, so dass im Anschluss das Produkt eingeführt werden kann. Während des Trocknungsprozesses wird ebenfalls mit einem Stickstoffschleier je nach Anwendung zwischen 5 und 30 m³/h das Produkt überlagert. Durch diese Überlagerung findet zusätzlich noch eine schnellere Trocknung statt, da das Gas als Träger für die Feuchtigkeit dient.

Beispiel für ein vollautomatisches Stickstoff-System
Abb.1
N2-System für einen AVA-Horizontalschaufeltrockner im Technikum
CAV
1)ATEX: Atmosphère explosible
2)Richtlinien der EU für Explosionsschutz
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