zum Directory-modus

Pericyclische Reaktionen: Aromatizität von Übergangszuständen

Aromatizität von Übergangszuständen: Erweiterung des Aromatizitätsbegriffes auf pericyclische Übergangszustände

planare, konventionelle Aromaten

Tab.1
planare, konventionelle Aromaten
BenzolCyclopentadienylAnnulen

6 p-Orbitale 6 Elektronen

5 p-Orbitale 6 Elektronen

n p-Orbitale n Elektronen

In "normalen" Aromaten stehen die p-Orbitale in einer cyclischen Anordnung parallel nebeneinander senkrecht auf der Ringebene. In aromatischen Übergangszuständen muss man den Aromatizitätsbegriff auf nicht-planare Systeme und auf die Einbeziehung von s-Orbitalen erweitern, z.B.:

aromatische bzw. antiaromatische Übergangszustände

Wann immer ein Satz von Orbitalen vorliegt, der cyclisch überlappt (rote Linie), dann liegt auch ein aromatisches oder antiaromatisches System vor. Dabei darf ein p-Orbital auch so angeordnet sein, dass die Wechselwirkung mit dem Nachbarn nur mit jeweils einem Orbitallappen stattfindet (linkes Beispiel) oder die Konjugation (rote Linie) durch den Ursprung eines p-Orbitals verläuft. Auch ein s-Orbital kann ein π-System zu einem cyclisch konjugierten System komplettieren. Solche zunächst ungewöhnlich aussehenden konjugierten Systeme sind in "normalen" Verbindungen recht selten, in Übergangszuständen aber die Regel.

<Seite 1 von 7