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Oxidation einer Methyliden-Gruppe zur Carbonyl-Gruppe

Oxidation einer Methyliden-Gruppe zur Carbonyl-Gruppe: Anwendung im Labor

  • Aus gasförmigen Olefinen: In einer mit Heizmantel versehenen 250 mL Schüttelente werden 100 mL Palladium(II)chlorid-Lösung mit dem umzusetzenden Gas geschüttelt. Das Gas wird hierbei im Überschuss zugegeben. Die Reaktionszeit hängt von der Temperatur und der Zusammensetzung der Lösung ab (5 min bis über 2 h). Wenn das Palladium(II)chlorid zum Metall reduziert wurde oder praktisch keine Gasaufnahme mehr stattfindet, wird das Reaktionsgemisch mit Wasser gekühlt und die Carbonyl-Verbindungen werden über eine ca. 15 cm lange Füllkörperkolonne herausdestilliert.Beispiel: Darstellung von Aceton 1,64 g Dikalium-tetrachloro-palladat(II) wird in 100 mL 0,3 N Perchlorsäure gelöst und 10 min bei 70 °C in einer Propen-Atmosphäre geschüttelt. Die Gasaufnahme beträgt ca. 110 mL und das Verhältnis Propanal : Aceton beträgt 1:10.
  • Aus flüssigen Olefinen: In einem Dreihalskolben mit Rührer, Rückflusskühler und Thermometer wird ein Gemisch aus Palladium(II)chlorid-Lösung und überschüssigem Olefin gerührt, bis die Palladium-Verbindung reduziert ist. Nun werden die Reaktionsprodukte durch eine Wasserdampfdestillation aus der Lösung entfernt und das Destillat mehrmals mit Ether extrahiert. Die vereinigten Extrakte werden getrocknet und gaschromatographisch getrennt.Beispiel: Darstellung von Heptanon 4,1 g Dikalium-tetrachloro-palladat(II) werden in 250 mL 1 N Perchlorsäure gelöst und mit 4 mL 1-Hepten 90 min bei 70 °C gerührt. Das Produkt wird nun durch eine Wasserdampfdestillation vom Reaktionsgemisch getrennt und aufgearbeitet. Das Verhältnis Heptanal : Heptan-2-on beträgt 1:22.
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