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Reaktionen von Carbonyl-Verbindungen mit N-Nucleophilen

Reaktionen von Carbonyl-Verbindungen mit N-Nucleophilen: Bildung von Oximen

Aldehyde und Ketone reagieren mit Hydroxylamin zu Oximen:

Abb.1

Da Hydroxylamin eine wesentlich schwächere Base ist als die primären Alkylamine, kann man bei niedrigeren pH-Werten, d.h. unter Säurekatalyse, arbeiten. Die in wässriger Lösung leicht sauer reagierenden Salze des Hydroxylamins, z.B. H3N-OH+Cl oder das Sulfat können daher direkt eingesetzt werden. Die frei werdende Säure neutralisiert man durch Zugabe eines Puffers oder Lauge.

Oxime stehen im tautomeren Gleichgewicht mit den entsprechenden Nitrosoverbindungen. Das Gleichgewicht liegt normalerweise auf der Seite des Oxims.

Abb.2
Gleichgewicht zwischen Oxim und Nitrosoverbindung

Großtechnisch wird das Cyclohexanonoxim durch Belichten von Cyclohexan mit Nitrosylchlorid hergestellt. Durch Beckmann-Umlagerung lässt es sich in das ε-Caprolactam überführen. Dieses dient wiederum als Ausgangsstoff für die Herstellung von Polyamiden (z.B. Dralon).

Abb.3
Technische Synthese von Polyamiden über ε-Caprolactam
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