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Reaktionen von Carbonyl-Verbindungen mit N-Nucleophilen

Reaktionen von Carbonyl-Verbindungen mit N-Nucleophilen: Bildung von Enaminen

Sekundäre Amine reagieren mit Aldehyden und Ketonen unter Bildung von Immonium-Ionen, die dann zu Enaminen deprotonieren, wenn ein α-H-Atom zur Verfügung steht.

Abb.1
formale Lasso-Schreibweise zur Bildung von Enaminen
Abb.2
Mechanismus der Bildung von Enaminen

2D-Reaktionsanimation zur sauer katalysierten Enaminbildung

3D-Reaktionsanimation zur säurekatalysierten Enaminbildung - Schritt 1

3D-Reaktionsanimation zur säurekatalysierten Enaminbildung - Schritt 2

Immonium-Ionen sind aufgrund ihrer positiven Ladung, die über das N- und das C-Atom delokalisiert ist, starke Elektrophile. Wenn keine Stabilisierung durch Deprotonierung eines α-H-Atoms möglich ist, addieren die Immonium-Ionen auch ein zweites Äquivalent Amin und bilden Aminale (oder auch Aminoketale genannt):

Abb.3
Bildung eines Aminals

2D-Reaktionsanimation zur sauer katalysierten Aminalbildung

Aminale spielen eine wichtige Rolle bei der Bildung von Hexamethylentetramin und Melaminharzen (siehe dort). Enamine bilden sich in seltenen Fällen auch aus primären Aminen und Carbonyl-Verbindungen; insbesondere dann, wenn das Enamin durch Konjugation stabilisiert wird.

Abb.4
Konkurrenz der Imin-und Enamin-Bildung

Normalerweise ist die Imin-Bildung bevorzugt, da das H-Atom am Stickstoff acider ist als das am C-Atom und deshalb im Laufe der Eliminierung schneller abgespalten wird.

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