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Heimische Pflanzengifte

Fingerhut (Digitalis purpurea)

Abb.1
Roter Fingerhut mit Digitoxin

Der Rote Fingerhut ist in Wäldern und Gärten Mitteleuropas zu Hause. Er wächst nur auf kalkarmen Böden.

In den Blättern des Roten Fingerhuts sind etwa 0,1 % Glycoside Digitoxin, C41H64O13, und etwa 0,2 % Gitoxin, C41H64O14, enthalten. Die mit dem Aglycon verknüpften Zucker und die Zusammensetzung und Menge der Glycoside können bei den unterschiedlichen Fingerhut-Arten stark variieren.

Vergiftungen äußern sich als Herzrhythmusstörungen, Durchfall und Erbrechen und können bis zum Tod durch Herzstillstand führen.

Das im Roten Fingerhut enthaltene Digitoxin zählt zu den Herzglycosiden. Es wird als Medikament bei Herzmuskelschwächen und Herzrhytmusstörungen genutzt.

Weitere Informationen zu Glycosiden siehe: Glycoside und Herzglycoside

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