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Mikroverkapselung

Vorteile von Mikrokapseln

Die Verwendung von mikroverkapselten Substanzen, bei denen es sich in der Regel um Wirkstoffe handelt, hat gegenüber der Verwendung der nicht verkapselten Substanzen eine Reihe entscheidender Vorteile:

Die Handhabung wird verbessert:
Statt einer oft schlecht handhabbaren Flüssigkeit wird ein frei rieselndes Pulver erhalten.
Schutz vor schädlichen Umgebungseinflüssen wie Licht, Sauerstoff oder Feuchtigkeit:
Die Lagerstabilität wird erhöht.
Leicht flüchtige Substanzen werden stabilisiert:
Aromen und Duftstoffe bleiben in einem Produkt erhalten.
Chemische Reaktionen zwischen Produktbestandteilen werden unterbunden:
Backtriebmittel in Backmischungen setzen erst während des Backvorgangs das Gas frei, meist CO2.
Materialeigenschaften werden verändert:
Eine wasserunlösliche Substanz kann in Mikrokapseln eingeschlossen werden, die in einem wässrigen Medium dispergierbar sind. Auch eine elektrostatische Aufladung oder das Risiko einer allmählichen Verklumpung (Agglomeration) kann durch Verkapselung verringert werden.
Eigenschaften, die aus ästhetischen Gründen unerwünscht sind, werden maskiert:
Als störend empfundener Geruch und Geschmack von Inhaltsstoffen, z.B. eines Lebensmittelzusatzstoffs wie Fischöl, kann verringert oder beseitigt werden.
Ästhetisch gewünschte Eigenschaften werden hinzugefügt:
Eine gezielte Farbgebung und optische Effekte des Produktes werden erreicht.
Eigenschaften, die aus gesundheitlichen Gründen unerwünscht sind, werden maskiert:
Möglicherweise toxische oder allergische Begleiteffekte können verringert werden.
Eigenschaften, die aus Gründen des Umweltschutzes unerwünscht sind, werden maskiert:
Umweltschädliche Substanzen können durch Verkapselung von der Umwelt getrennt werden.
Zeitlich kontrollierte Freisetzung (Depoteffekt):
Die Dosierbarkeit, Langzeitwirkung und Verträglichkeit von Medikamenten kann verbessert werden.
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