zum Directory-modus

Die Chemie der Dauerwelle

Haare bestehen aus Keratin-Helices. Wird das Haar feuchter Wärme ausgesetzt, gehen die Helices in eine β-Faltblatt-Struktur über und das Haar lässt sich auf mehr als das Doppelte der ursprünglichen Länge dehnen. Dieses charakteristische Verhalten von α-Keratinen und der Gehalt an Disulfid-Brücken ermöglicht die dauerhafte Wellung der Haare.

Bei einer Dauerwelle werden die Haare zunächst mittels Lockenwicklern in der gewünschten Form fixiert und dann die Disulfid-Brücken durch Reduktionsmittel wie z.B. β-Mercaptanen gelöst. Die feuchte Wärme bewirkt eine Streckung der α-helicalen Polypeptidketten. Das Reduktionsmittel wird dann entfernt und ein Oxidationsmittels zugegeben, z.B. Wasserstoffperoxid, das neue Disulfid-Brücken zwischen benachbarten Polypeptidketten der nun gelockten Struktur bildet.

Abb.1
Die chemische Reaktionensfolge einer Dauerwellenanwendung