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Eukaryontische Zelle

Das endoplasmatische Retikulum

Das endoplasmatische Retikulum (ER) ist ein Netz von membranumschlossenen Röhren und Zisternen, das über die Kernporen mit dem Zellkern in Verbindung steht und die gesamte Zelle durchzieht. Man unterscheidet das raue ER mit aufgelagerten Ribosomen (RER) und das glatte ER ohne Ribosomen. Das ER modifiziert Proteine und überträgt Stoffe an den Golgi-Apparat.

Abb.1
Endoplasmatisches Retikulum

Abgekürzt ER.

Weit verzweigtes Membran-Netzwerk aus Röhren und Zisternen. Umgeben von der ER-Membran, die eine Erweiterung der Kernhülle ist. Der größte Teil der Oberfläche ist mit Ribosomen besetzt (rauhes ER), dort Translation, Faltung, Modifikation und Transport von Proteinen. ER ohne Ribosomen: glattes ER.

Stofftransport großer Moleküle, dabei Zusammenarbeit mit dem Golgi-Apparat (Dictyosom); weiterhin Fettsäure- und Lipidsynthese.

In der Reihenfolge der Bausteine eines Proteins, der Aminosäure-Sequenz, sind Informationen darüber festgelegt, in welches Kompartiment dieses Protein später transportiert werden soll - so z.B. die Anweisung, dass ein Protein nach der Synthese am Ribosom in das ER transportiert und später als Membranprotein in die Membran der Zelle eingefügt wird. Für die Entdeckung dieser Transportsignale gewann der aus Deutschland stammende Amerikaner Günter Blobel im Jahre 1999 den Nobelpreis in Physiologie oder Medizin.

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