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Was ist eine Wasserstoff-Brückenbindung?

Die Wasserstoff-Brückenbindung ist die wichtigste schwache Wechselwirkung.

Bei kovalenten Verbindungen sind Ladungen oft nicht gleichmäßig zwischen den beiden Bindungspartnern aufgeteilt. Dieses führt dazu, dass bestimmte Bereiche des Moleküls eher positiv und andere eher negativ geladen sind (Dipol).

Definition
Eine Wasserstoff-Brücke entsteht, wenn sich ein teilweilse positiv geladenes Wasserstoff-Atom in einem bestimmten Abstand zwischen zwei Atomen mit negativer Teilladung wie Fluor, Sauerstoff oder Stickstoff befindet. Der eine Partner gibt sein Wasserstoff-Atom teilweise her (Wasserstoff-Donor), während der andere Partner einen Teil des Wasserstoff-Atoms bekommt (Wasserstoff-Akzeptor).
Die Stärke der Anziehungskraft (auch Dipol-Dipol-Wechselwirkung genannt) ist maßgeblich vom Abstand der beiden Moleküle abhängig.
Abb.1
Typische Längen einer Wasserstoff-Brücke zwischen zwei Wasser-Molekülen

Wasserstoff-Brücken können entweder zwischen einzelnen Molekülen (intermolekular) oder innerhalb eines Moleküls (intramolekular) vorliegen.

Abb.2
Polypeptidketten
Abb.3
Komplementäre Basen Adenin und Thymin
Abb.4
γ-Aminobuttersäure (GABA)
Abb.5
Salicylsäure