zum Directory-modus

Aminosäuren-Kompendium

Schwefelhaltige Aminosäuren

Cystein und Methionin enthalten beide ein Schwefel-Atom.

Tab.1
Schwefelhaltige Aminosäuren
Name und AbkürzungBeschreibung Formel3D
Cystein (Cys, C)Cystein ist eine polare Aminosäure und hat als einzige Aminosäure eine freie Thiol-Gruppe, die bei Oxidation leicht eine Disulfid-Brücke (S-S-Brücke) mit einem anderen, in der Nähe liegenden Cystein eingeht. Für die Struktur von Proteinen ist diese Eigenschaft von Cystein sehr wichtig: so können Polypeptidketten miteinander verbunden werden oder auch kovalente Verknüpfungen innerhalb einer Polypeptidkette entstehen, die die Konformation eines Proteins erheblich stabilisieren. Für die beiden über Disulfid-Brücken verbundenen Cysteine findet man manchmal auch den Begriff Cystin. In Metalloproteinen ist es häufig ein Cystein-Rest, der Zink-, Kupfer- oder Eisen-Atome bindet. Die Thiol-Gruppe des Cysteins ist die reaktivste Seitengruppe überhaupt, sie ionisiert bei schwach alkalischen Bedingungen. Diese Eigenschaft macht man sich bei der Modifikation von Proteinen (z.B. in der Proteinanalytik) zunutze. Cystein ist das S-haltiges Analogon zum Serin. Die 21. natürliche Aminosäure, das Selenocystein (Sec, U), ist das Se-haltiges Analogon zum Serin, bzw. Cystein
Abb.1
Mouse
Abb.2
Methionin (Met, M)Methionin gehört zu den unpolaren Aminosäuren und hat eine Thioether-Seitenkette. Im Gegensatz zum Cystein ist diese Aminosäure relativ wenig reaktiv. Ribosomal synthetisierte Proteine beginnen grundsätzlich mit dieser Aminosäure, die in Bakterien zusätzlich noch formyliert ist.
Abb.3
Mouse
Abb.4
Seite 6 von 7