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Eigenschaften der Kunststoffe

Innere Aufbau und Festigkeitsverhalten - 2. Duroplaste

Abb.1
Duroplast - schamatische Darstellung des Aufbaus

Vernetzte Polymere sind die ältesten Kunststoffprodukte auf dem Markt. Da sich Duroplaste (oder Duromere) im ausgehärteten Zustand nicht mehr durch Erwärmen verformen lassen, ist eine Bearbeitung dann nur noch mechanisch durch Fräsen, Feilen, Raspeln oder Sägen etc. möglich. Chemisch betrachtet sind Duromere engmaschig vernetzte Kunststoffe. Aufgrund der starken Vernetzung der Polymerketten sind Duroplaste bei normalen Temperaturen hart bis spröde.

Duroplaste verformen sich beim Erwärmen nicht

Die Makromoleküle der Duromere sind engmaschig miteinander vernetzt, sodass beim Erwärmen die Riesenmoleküle nicht aneinander vorbeigleiten können. Wird die thermische Bewegung zu hoch, werden Atombindungen gebrochen, der Duroplast zersetzt sich. Duroplaste können daher auch nicht durch Wärme verformt werden.

Abb.2
Hitzebeständige Rührschüssel

Das 1935 entwickelte, dem Bakelit verwandte Melamin war wegen seiner enormen Festigkeit, hohen Wärmebeständigkeit und völligen Lebensmittelechtheit ein für Küchenutensilien viel verwendeter Kunststoff.

Anwendungsgebiete

Gegenüber Thermoplasten haben Duroplaste einige eindeutige Vorteile, die sie etwa in der Elektroindustrie, für Haushaltsgeräte oder Maschinenteile zum prädestinierten Material machen. Man findet sie somit in elektrischen Schaltern und Steckdosen, Gehäusen für elektronische Küchengeräte und hitzebeständigen Lagern für langsam laufende Maschinenteile.

Speziell wichtig sind bei den Einsatzgebieten der Duroplaste eine hohe Festigkeit auch bei hohen Temperaturen, eine höhere Wärmeformbeständigkeit, eine größere Härte und Steifigkeit.

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